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AutorThema: Manipulation
Adrian Beitrag vom 29-11-99 22:48     Profil einsehen von Adrian.   E-Mail senden an Adrian.  
Gibt es überhaupt Kommunikation ohne Manipulation?
Eine Grundannahme des NLP sagt: Die Reaktion deines Gegenüber ist das Ergenbis deiner Kommunikation.
Wie kann eine Führungskraft führen, ohne zu manipulieren?
Wer hier Böses vermutet, impliziert der nicht, daß ein Konflikt zwischen Führungskräften und Mitarbeitern existiere?
Die Führungskraft manipuliert den Mitarbeiter dahingehend, daß (gemeinsame) Ziele erreicht werden.
Ist gesteigerte Effizienz bei der Manipulation der Mitarbeiter durch die Führungskräfte mittels NLP erreichbar?
(Welche weniger vorbelastete Vokabel könnte hier statt "manipulieren" stehen?)
 Forts. Antworten
Adrian Beitrag vom 30-01-00 18:07     Profil einsehen von Adrian.   E-Mail senden an Adrian.  
Hallo eve,

erst einmal... verstehe ich noch nicht, worin Du mir - energisch - widersprichst.

Nach der schnellen Sharaholder-Value-Mode tauchen interessanterweise wieder verstärkt Vokabeln wie: "Unternehmens-Ethik", "Charakter", "Werte", "Tugenden", "Moral" in der Wirtschaftspresse auf.

Unternehmen, welche sich ernsthaft mit dem Sinn und der gesellschaftlichen Aufgabe wirtschaftlichen Handelns auseinandersetzen, haben m.E. allein schon deshalb eine bessere Zukunftsperspektive, weil sie auch ihr Umfeld im Blick haben, und daher eher in der Lage sind, sich als Teil eines umfassenderen Systems wahrzunehmen, und ihre Handlungsweise systemgerecht zu gestalten.

Adrian
Nicht gefunden! Beitrag vom 15-02-00 19:47    
Hallo Adrian,

hab ich doch glatt übersehen, daß Du geantwortet hattest. Daher Antwort erst jetzt.

Widersprochen habe ich hauptsächlich deswegen, weil ich in deiner Mail verstanden hatte: es ist nur ein kleiner Teil der Unternehmen, bei dem das mit der Sinn-Frage eine Rolle spielt.

Ich denke, die Sinn-Frage spielt bei allen Unternehmen eine Rolle, ebenso bei allen Mitarbeitern. Und zwar direkt und erfolgsbestimmend, nur manchmal mehr und manchmal weniger reflektiert.

Und "Manipulation" hat für mich den sehr negativen Beigeschmack von "jemanden gegen seine eigentlichen Interessen zu etwas bewegen". Wenn man das "gegen seine Interessen" weglässt dann kann man deinen Satz umformulieren von "Die Führungskraft manipuliert den Mitarbeiter dahingehend, daß..." zu: Die Führungskraft bewegt den Mitarbeiter dazu, daß...

Und ich denke eigentlich, das isses schon. Es gibt keine Kommunikation aus der die Beteiligten nacher so rausgehen wie sie reinkamen - insofern ist Kommunikation immer Veränderung. Aber in den allermeisten Fällen ist es keine Veränderung gegen die Interessen der Beteiligten. Und nur daß einer einen Vorteil hat heißt eben nicht, daß der andere deshalb einen Nachteil kriegt. Aber dieses "Wer seine Interessen durchsetzt handelt eo ipso auf jeden Fall gegen die Interessen von jemand anderem" ist eine übliche, unerfreuliche Grundannahme. Nullsummenspieler, alle miteinander! Jawoll :-).

Und zu deiner Ausgangsfrage ist gesteigerte Effizienz bei der Manipulation der Mitarbeiter durch NLP möglich? Hier streiche ich jetzt mal die Manipulation, weil ich die nicht mag und ersetzte das ganze durch: kann man durch NLP Mitarbeiter besser dazu bewegen, daß... Ich denke schon. Es ist doch häufig schon so, daß es erheblich weiterhilft wenn eine Seite weiß was die andere meint. Natürlich ist es hilfreich wenn Kommunikation "funktioniert", also man sich über die kommunizierten Inhalte klar und einig ist. Dabei kann NLP denke ich schon helfen.

Ob allerdings NLP von "oben nach unten" helfen kann, wenn für einen Teil der Belegschaft unerfreuliche Nachrichten verkündet werden? Wenn das obere Management auf Kurse geht, und total motiviert zurückkommt - naja, hier habe ich doch einige Fragezeichen.

Ich war früher mal in einer Firma, die innerhalb der drei Jahre, die ich dort verbracht habe viermal umstrukturiert wurde, jedesmal mit etwa 20 - 30 % Arbeitsplatzabbau in einem Betrieb, der früher staatlich war, und in dem viele ältere Mitarbeiter von den Veränderungen einfach versört waren. Dies betraf nicht nur die Arbeiter und sonstige untere Ränge, sondern auch jeden einzelnen Abteilungsleiter und auch das obere Mangement des Standorts (zu Beginn selbstständige Firma, dann aufgekauft von einem leider auch planlosen ausländischen Konzern). Jeder hat sich seine eigene Abteilungs-Burg gebaut, die Manager haben sich gegenseitig auf Wochenend-Motivations-Seminaren versichert, daß das schon ok so ist, daß es zur Zeit halt hart ist, aber besser werden wird - und den Laden einfach nicht im Griff gehabt. Aus zuviel Rücksicht auf die Interessen der Anderen - zu wenig Einsicht in die eigene Beschränktheit und eben: Unfähigkeit als Unternehmer / Fehleinschätzung dessen, was das Unternehmen anzubieten hatte (die Manager fanden's toll, nur der Markt nicht...). Und hier sehe ich eine Gefahr von Motivationstechniken, zu denen ja auch das NLP zählt: Motivation alleine reicht eben doch nicht. Das heißt für mich: ich erwarte inzwischen von meiner Chefin vor allem, daß sie kompetent als Unternehmerin ist (D.h. sie formuliert die allgemeinen Ziele, sucht Geschäftsfelder, bestimmt die Unternehmensstrategie, hat die Finanzen im Griff (oder zumindest im Blick), verteilt Aufgaben). Motivieren kann ich mich selbst. Und Kommunikation MUSS funktionieren, damit was vorwärts geht.

Grüße, diesmal ohne Widerspruch - aber mit ganz schön herbem Anspruch an Unternehmer.
Eve
AutorThema: Manipulation


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