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AutorThema: Warum NLP und NLPt strikte unterschieden werden sollten?
UeliF Beitrag vom 31-01-00 19:28     Profil einsehen von UeliF.   E-Mail senden an UeliF.  
Wir vom CHNLPt in der Schweiz haben unserem Anwalt die Frage gestellt: "Wenn eine Methode als Psychotherapie anerkannt ist, darf sie dann dennoch von 'Laien' bei gesunden Menschen angewandt werden?"

Hier Auszüge aus seiner Antwort: "Gilt nun NLP, weil der wissenschaftliche Nachweis seiner therapeutischen Wirksamkeit erbracht ist, als Heilmethode, die nur noch von Therapeuten ausgeübt werden darf? Die beiden (oben) zitierten Entscheide könnten dies nahelegen. Entscheidend ist jedoch die Kommunikation, die Profilierung der Methode. Wenn eine Methode als Heilmethode, als Therapiemethode dargestellt wird, kann sie nur von anerkannten Therapeuten ausgeübt werden. Wird die Methode dagegen als Kommunikationsschulung dargestellt, die sich nicht mit Kranken und Heilung befasst, dann darf sie grundsätzlich von jedermann angewandt werden.

Richtig ist somit der Ansatz zwischen NLP und NLPt strikte zu unterscheiden. NLPt ist eine Therapieform, die für die Behandlung von Kranken benutzt wird. NLP ist eine Methode zur Steigerung der Kommunikationsfähigkeit, des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit von Gesunden. Dies muss mit aller Deutlichkeit kommuniziert werden. Im Zusammenhang mit NLP darf nicht von Heilen, Therapie, möglichst auch nicht Praxis usw. die Rede sein. ..... Dass im Rahmen des NLP Techniken angewandt werden, die auch bei NLPt angewendet werden und dort therapeutische Wirkung haben, ist zulässig, sollte aber nicht aktiv kommuniziert werden."

Soweit unser Berater. Jetzt braucht es Ideen, wie dies in der Realität umgesetzt werden könnte und wir unseren Visionen eines freien NLP für jedermann/-frau treu bleiben könnten!

Wie unterscheidet sich NLPt von NLP bzw. Coaching mit NLP?

In einer 1:1-Beratung können wir unterscheiden zwischen Anwender, Adressat und Methode. NLPt nutzt NLP als Methode. Damit unterscheidet sich NLPt nicht in der Methodenwahl von Coaching mit NLP, sondern darin, dass der Anwender ein Psychotherapeut ist, der aufgrund der Diagnose entscheidet, ob der Adressat Interventionen mit kurativem Interesse oder Interventionen im emanzipatorischen Interesse braucht. Somit gilt:

Die Methode ist immer NLP, der Adressat kann Heilung (kurative Intervention) oder Selbstentwicklung, Lebenshilfe (emanzipatorische Intervention) suchen.

Sucht der Adressat Heilung (kurative Anwendung von NLP) hat die Behandlung durch einen Psychotherapeuten zu erfolgen. Damit ist es NLPt. Bei NLPt ist der Anwender immer ein ausgebildeter Psychotherapeut.

Sucht der Adressat Selbstentwicklung, Lebenshilfe (emanzipatorische Anwendung von NLP) kann die Behandlung durch einen Psychotherapeuten oder einen anderen ausgebildeten NLP-Anwender erfolgen. Wir sprechen dann von Coaching.

Zusammenfassung:
Die Methode ist immer NLP. Der Adressat kann je nach Bedürfnis kurative oder emanzipatorische Anwendung der Methode suchen. Bei NLPt muss der Anwender Psychotherapeut sein.

Damit ergibt sich als einzig klares Unterscheidungsmerkmal der Anwender. Wir können somit dann von Neuro-Linguistischer Psychotherapie sprechen, wenn der Anwender ein Psychotherapeut ist.

Wie weiter?
Ich weiss nicht, wie weit sich diese für schweizerisches Recht auf Deutschland übertragen lässt. Ich denke aber, dass sich möglicherweise sehr ähnliche Probleme stellen könnten.
 Antworten
Birgit Bader Beitrag vom 01-02-00 18:36     Profil einsehen von Birgit Bader.   E-Mail senden an Birgit Bader.  
NLPt ist per se keine Therapie-Form, sondern kennzeichnet mehr die Anwendung von NLP im therapeutischen Kontext.
Und wie das auch bei anderen Professionen ist, so ist es auch bei NLPt: ziemlich banal. Wer eine ZUlassung zur Ausübung der Heilkunde (darunter fällt Psychotherapie) hat, kann dann auch mit einer Methode (hier NLPt), die innerhalb des Grundberufes angewendet wird, arbeiten. Also ein Chirurg mit Skalpellen (Grundberuf Arzt), ein Zahnarzt mit Bohrern(dito), ein Baggerführer mit Baggern, ein Busfahrer kann Personen herumfahren etc.
Warum bei NLPt häufig aufgeschrien wird, ist mir langsam ein Rätsel. Worum geht es denn wirklich? Wenn NLP im Business angewendet wird oder in der Pädagogik, kräht kein Hahn danach (oder fehlte bisher das Anhängsel: NLPb, NLPp?).

Ich fände es ausgesprochen erfrischend, wenn das Denken mal wieder einsetzen würde, und zwar BEVOR die Kommentare kommen, auf die alle "NLPt-ler" dann reagieren (sehr unterschiedlich übrigens).
Und dass es Länderhoheitenm gibt, die ihr Verständnis von professioneller Zulassung unterschiedlich definieren, ist doch recht banal.
Also: worum geht es eigentlich?
UeliF Beitrag vom 02-02-00 10:01     Profil einsehen von UeliF.   E-Mail senden an UeliF.  
UeliF Beitrag vom 02-02-00 10:07     Profil einsehen von UeliF.   E-Mail senden an UeliF.  
Dies ist ja genau das, worauf ich aufmerksam machen will:

Wenn der Baggerführer die Lizenz zum Baggerfahren hat und der Chirurg zum mit dem Skalpell schneiden, dann sagt diese Metapher, dass es sich bei NLP und NLPt zum zwei verschiedene Methoden handle (Bagger und Skalpell).
Wenn wir so argumentieren, dann folgt auf dem Fuss die Frage, wie unterscheidet sich die Methode NLP von NLPt. Dies wird tendentiell dazu führen, dass einzelne NLP-Werkzeuge (Techniken, Strukturen oder wie immer wir das nennen) als NLPt-Werkzeuge definiert werden und damit vermutlich allen, die keine NLPt-Lizenz haben verloren gehen.

Natürlich darf der Chirurg bei sich zuhause im Garten einen Bagger fahren und der Baggerführer darf seine Stulle mit einem Skalpell bestreichen.

Ich meine aber es ist höchste Zeit, dass NLP (z.B. über den DVNLP) Oeffentlichkeitsarbeit betreibt, die (auch) darauf hinzielt, NLP als wertvolle Methode für viele, viele Menschen und Anwendungen bekannt zu machen und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Also weg vom 'Therapieimage' hin zum 'Lebenshilfe-', 'Coaching-' und 'Kommunikationsimage'.
Nicht gefunden! Beitrag vom 02-02-00 19:35    
Auf die Frage: worum geht es eigentlich?

Zunächst: ich bin keine NLPlerin, d.h. ich versteh so gut wie nichts davon. Und was jetzt folgt ist polemisch und nicht unbedingt meine Meinung, auch wenn ich das ganze in der ersten Person formuliere. Aber mir fällt hier im Forum ein gewisses Unverständnis gegenüber Leuten auf, die NLP gegenüber vorsichtig zurückhaltend reagieren. Das finde ich wiederum gar nicht so schwer zu verstehen. Bei mir kommt u.a. über die Werbung diverser Management - Berater, VHS - Selbsterfahrungs-Wochenenden etc. als Botschaft an: NLP hilft Probleme zu lösen und verspricht rasche Erfolge. Die Erfolge sind darauf zurückzuführen, daß Menschen sich und ihr Weltbild teilweise radikal ändern können, wobei der Coach hilft. Der Coach kann einen also dazu bringen, daß man sich ändert - in eine Richtung in die man will.

Vielen Leuten, die ich kenne macht alleine die Erwähnung von "sein Leben ändern" Angst bzw. es gibt Abwehrreaktionen. Wer sowas behauptet zu können (und dann auch noch behauptet, daß das "Opfer" dieser "Tortur" gar keines ist sondern das selbst so will) wird mit großem Mißtrauen beobachtet. Und daher, und weil man - wenn jemand schon sowas macht - wenigstens Vertrauen in die Person oder zumindest ihre Ausbildung haben möchte, versucht man auch irgendwelche Ausbildungsanforderungen festzuhalten.

Im übrigen darf zwar wer will mit einem Skalpell eine Stulle schmieren, aber mit dem Skalpell einer anderen Person im Bauch rumschneiden darf meines Wissens nach tatsächlich nur ein Arzt, alle anderen gehen in den Knast dafür. Also werden Leute, die daran glauben, daß NLP erheblichen Einfluß auf Menschen bewirken kann teilweise sicher der Meinung sein: Wenn jemand mit NLP in meiner Psyche rumschneiden will, dann soll das auch irgendwie offiziell abgesegnet sein.
Inklusive Indikation, Diagnose und eben Qualifikation des Anwenders.

Ich denke die Grundfrage ist: ist NLP eine Methode mit der Möglichkeit zum Mißbrauch? Ich fürchte schon. Und meiner Meinung nach sind Berufe wie Arzt, Apotheker, Therapeut, Lehrer, Richter mit Staatsexamen geregelt, weil Eingriffe in die individuellen "Hoheitsgebiete" der Klienten Teil des jeweiligen Berufsbildes sind. Im Unterschied zum Baggerfahrer, der zwar mit dem Bagger auch einiges anrichten kann and Leib, Leben, Psyche und Rechten anderer Leute, aber das nicht gerade als Berufsziel formulieren würde.

PS: ich behaupte nicht, daß Reglementierung dazu führt, daß alle, die die entsprechenden Stempel vorweisen können in ihrem Gebiet kompetent sind - sie haben eine Ausbildung, mit der sie es theoretisch sein könnten.
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