Inforadio: Nahaufnahme ( Mittwoch, 17. Januar 2018, 15.49 Uhr )
Podcast


Ein indigenes Volk kämpft um seine Heimat
Mi, 17. Januar 2018, 09:45

Die Mapuche sind die größte indigene Volksgruppe in Chile ? und überwiegend arm. Viele wollen ihr ursprüngliches Territorium im Süden des Landes zurückhaben, das fast komplett von wirtschaftlichen Großprojekten wie Wasserkraftwerken oder Eukalyptusplantagen besetzt ist. Polizei und Behörden werfen den Mapuche vor, bei ihrem Kampf um die Heimat zu weit zu gehen und Anschläge zu verüben. Anne Herrberg stellt beide Seiten dar.


Kuriositätenkabinett: Das Fundbüro der BVG
Di, 16. Januar 2018, 09:45

Glasaugen, eine komplette Couchgarnitur oder sogar lebende Meerschweinchen und Kanarienvögel: Was die Berliner so in Bus und Bahn verlieren, ist manchmal ziemlich speziell. Eines haben all diese Dinge gemeinsam: Sie landen im Fundbüro der BVG in Berlin-Schöneberg. Wo sich vergessene Turnbeutel und Geldbörsen stapeln, wundern sich die Mitarbeiter über gar nichts mehr, wie Inforadio-Reporterin Sabrina Wendling festgestellt hat.


Ohne Versöhnungswillen: Hamas und Fatah im Gazastreifen
Mo, 15. Januar 2018, 09:45

Die Menschen im Gaza-Streifen leiden doppelt: zum einen, weil Israel und Ägypten die Zugänge nach dem Sieg der radikalislamischen Hamas dort weitgehend abgeriegelt haben. Und zum anderen, weil der erbitterte Streit im Palästinenserlager zwischen Hamas und der gemäßigten Fatah in Ramallah den schmalen Küstenstreifen zusätzlich heruntergewirtschaftet hat. ARD-Korrespondent Tim Aßmann berichtet über die Lage in der Region.


Iran: Eine theokratische Pseudo-Demokratie
Fr, 12. Januar 2018, 09:45

Der Oberste Geistliche Führer Ajatollah Ali Khamenei bezeichnete das iranische System als "einmaliges Phänomen, das so attraktiv für islamische Nationen ist". Beim eigenen Volk hat das System aber an Attraktivität eingebüßt wegen seiner Schwächen, etwa der Machtkonzentration auf den religiösen Führer und die wirtschaftliche Macht der Revolutionsgarden. Nicht ganz klar ist, ob sich die derzeitigen Proteste gegen die wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Verhältnisse im Iran richten. Klar jedoch ist: Der Protest geht von denjenigen Schichten in der Gesellschaft aus, die über Jahre Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit und eine absolute soziale Ungerechtigkeit erlebt haben - und richtet sich somit gegen das ganze System.


Bulgarien im Griff der Korruption
Do, 11. Januar 2018, 09:45

Mit einem Festakt wird am Donnerstagabend feierlich die turnusmäßige Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Bulgarien zelebriert. Das Land möchte das nächste halbe Jahr unter anderm dazu nutzen, sein ramponiertes Image zu verbessern. Bulgarien steht seit Jahren unter Sonderbeobachtung aus Brüssel, unter anderm wegen organisierter Kriminalität und weit verbreiteter Korrupiton. ARD-Korrespondent Srdjan Govedarica berichtet.


Geprellte Immobilienkäufer: "Das war ein Geisterhaus"
Mi, 10. Januar 2018, 09:45

Der Traum von der eigenen Wohnung - er kann auch zum Alptraum werden, wenn man an die falschen Geschäftspartner gerät. Einen solchen Fall hat Inforadio-Reporter Wolf Siebert in Schöneberg entdeckt: Dort sitzen die Wohnungskäufer schon seit Jahren in einem Mehrfamilienhaus, das der Bauträger nicht zuende saniert hat - obwohl die Käufer dafür bezahlt haben. Und weiter Geld nachschießen müssen, damit sie nicht ewig auf einer Baustelle sitzen.


Vom Weltfußballer zum Präsidenten - Liberia nach George Weahs Wahlsieg
Di, 9. Januar 2018, 09:45

Seitdem George Weah 1995 als erster Afrikaner Weltfußballer des Jahres wurde, ist er zuhause in Liberia "King George". An die Spitze des Landes hat er es tatsächlich geschafft, denn nun ist er der gewählte neue Präsident Liberias. Seine Landsleute setzten große Hoffnungen in ihn, den Vertreter einer neuen Generation von afrikanischen Spitzenpolitikern. Der Korruption im von Ebola und Bürgerkrieg gezeichneten Land hat er den Kampf angesagt und verspricht Dynamik sowie wirtschaftliche Entwicklung für ein Land mit großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen.


Günstig, klein und sozial: Wohnen in "Tiny Houses"
Mo, 8. Januar 2018, 09:45

Das Wohnen in winzig kleinen Behausungen ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts: Schon vor 100 Jahren setzten unsere Urgroßväter Mini-Holzhäuschen auf Räder - das Wohnmobil war geboren. Was für manchen eine Form des Reisens wurde, ist für andere eine neue Form der Wohnkultur: das Leben in "tiny houses", auf Deutsch: "winzige Häuser". Wie aber lebt es sich auf allerkleinstem Raum - und wen reizt sowas? Inforadio-Reporterin Sylvia Tiegs hat nachgeforscht.


Japans härtester Frauenknast: Lebenslang heißt lebenslang
Fr, 5. Januar 2018, 09:45

ochigi ist der Name einer Provinz, aber auch der Name der größten Haftanstalt für Frauen in Japan. 620 weibliche Gefangene sitzen dort ein für ganz unterschiedliche Vergehen: vom Ladendiebstahl über Drogendelikte bis zum Mord. Der Unterschied zum deutschen Rechtssystem: die Strafen sind extrem hart. Es gibt keine Berufung, keine vorzeitige Entlassung, und im schlimmsten Fall droht die Todesstrafe. Kurz: Japans Justiz ist gnadenlos. ARD-Korrespondent Jürgen Hanefeld berichtet.


Kita-Not: "Ich stehe auf Warteplatz 811"
Do, 4. Januar 2018, 09:45

Wohnungen ja, Kitas nein: In Berlin wird gebaut, was das Zeug hält. Leider ohne die notwendige Infrastruktur. Für viele Eltern wird der Kitaplatz zum Riesenproblem. Die Politik sucht nach Lösungen. Sogar von Enteignung ist die Rede. Kita-Plätze bleiben Mangelware und die Sorgen junger Eltern sind riesengroß, hat Inforadio-Reporter Thomas Rautenberg festgestellt.


New York - sicherste Großstadt der USA?
Mi, 3. Januar 2018, 09:45

In den 1970er Jahren galt New York als unregierbarer Moloch, in dem allein das Recht des stärkeren Kriminellen galt. Heute kann man selbst mit kleinen Kindern nachts um eins am Times Square spazieren gehen. Dennoch bleibt die Stadt im Visier von Attentätern. Und ganz unumstritten ist die Strategie der New Yorker Polizei auch nicht, wie unser Korrespondent Kai Clement berichtet.


Gourmet-Kaviar made in China
Di, 2. Januar 2018, 09:45

An den gerade zurückliegenden Feiertagen über Weihnachten und Silvester haben sich Menschen auf der ganzen Welt wieder etwas besonderes - auch kulinarisch - gegönnt: Für viele gehört Kaviar dazu, wenn es festlich wird. Die wertvollen Fischrogen zählen zu den edelsten Zutaten der Welt. Wenig bekannt ist, dass der größte Kaviar-Lieferant der Welt China ist - und nicht Russland. Gourmet-Tester bescheinigen dem Made-in-China-Luxus-Nahrungsmittel inzwischen sogar eine Top-Qualität. ARD-Korrespondent Steffen Wurzel hat eine Kaviar-Farm außerhalb von Shanghai besucht.